Die SVP warnt im EA vom 23.10.20 davor, angesichts der Corona-Krise Geld auszugeben. Und sie bezeichnet den Gegenvorschlag zur «Geld zurück» Initiative der GLP, der die Finanzierung des kantonalen Energieförderprogramms endlich auf eine solide Basis stellen will, als «masslos».

Dabei verkennt die SVP, dass jeder Franken, den der Kanton für ein Energieförderprogramm in die Hand nimmt, vom Bund verdreifacht wird. Zusätzlich löst jeder Förderfranken Investitionen zwischen einem Faktor vier bis zehn aus. Diese Hebelwirkung führt dazu, dass der Kanton durch einen Franken, den er ausgibt, bis zu 30 Franken an Investitionen in den Schwyzer Gebäudepark generiert. Ein besseres Impulsprogramm kann es nicht geben.

Dass ausgerechnet die SVP, die sich gerne als Vertreter des Schwyzer Gewerbes sieht, diese willkommene Sauerstoffversorgung für die lokale Wirtschaft und für das Schwyzer Gewerbe ablehnt, ist schwer verständlich. Umso mehr, als dass der Bedarf für ein deutlich besser ausgestattetes Förderprogramm ausgewiesen ist. In Anbetracht der dunklen Wolken, die am Konjunkturhimmel aufziehen, ist es geradezu ein Gebot der Stunde jetzt zukunftsgerichtete Investitionen in unsere Infrastruktur auszulösen.

Ruedi Bopp
Kantonsrat GLP, Einsiedeln